Kunden und Mitarbeiter zusammen im Mittelpunkt

Kunden und Mitarbeiter zusammen im Mittelpunkt

Betriebsbesuch bei Quebecare in Gelsenkirchen-Horst

Heinrich Queckenberg, Geschäftsführer des ambulanten Pflegedienstes Quebecare hat sich ein klares Ziel gesetzt: Mehr Zeit für die Pflege! Der Kundenkreis umfasst daher fast ausschließlich den Gelsenkirchener Stadtteil Horst. „Anstatt im Stau zu stehen haben wir kurze Wege und somit mehr Zeit für unsere Kunden!“, lautet Queckenbergs Devise.

wkpq1269Es gibt keine eng gefassten Touren oder Zeitvorgaben. Da lohnt sich auch der Einsatz von Elektrofahrzeugen – übrigens der bisher einzige Pflegedienst in Gelsenkirchen, der auf dieses nachhaltige, umweltschonende Konzept setzt. Die Kunden danken es Herrn Queckenberg und seinem Team: Viele Familien werden schon in der zweiten Generation vom Pflegedienst Quebecare betreut. „Wir haben einen großen Kreis von Kunden, den wir enttäuschen könnten. Mit unserer Philosophie gelingt uns eine hohe Kundenbindung“, berichtet Queckenberg. Quebecare ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein ausgewogener Mix aus Kundenbindung, Mitarbeiterorientierung und betriebswirtschaftlichem Blick ein Unternehmen durchaus erfolgreich machen kann.

„Wir sind wie eine große Familie!“

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wkpq1565Was wären zufriedene Kunden ohne ausgeglichene Pflegekräfte, die gerne ihren Job machen? Die Freude an der Arbeit spürt man, wenn man um 11 Uhr die Küche betritt. Die Pflegekräfte kommen dann gerade von ihren morgendlichen Patienteneinsätzen zurück. Da wird gelacht, über das letzte Spiel von Schalke 04 geredet und sich über Neuigkeiten ausgetauscht. „Wir sind wie eine Familie. Wir stehen zusammen, und es kommt oft vor, dass wir auch außerhalb der Arbeit etwas unternehmen“, berichtet Daniel Storms, Pflegedienstleiter bei Quebecare und rechte Hand des Chefs.

Fit für den Job

Für die Mitarbeiterbindung tut Heinrich Queckenberg viel. Es gibt Präventionsangebote, die die Beschäftigten nutzen können, beispielsweise bei Medicos auf Schalke. „Wir setzen hier auf die weichen Faktoren statt auf eine strenge Führung. Und das zahlt sich aus“, berichtet Queckenberg. Viele Mitarbeiter sind schon länger als 10 Jahre bei Quebecare beschäftigt, der Krankenstand ist gering. Der Betrieb sponsert die Teilnahme seiner Mitarbeiter am Vivavest Marathon, am Nordsternparklauf und an einigen weiteren Sportveranstaltungen. Ulrike Dargelis, 58, nimmt am Halbmarathon teil. „Für den Job muss man sich fit halten. Da ich mich beruflich für eine ambulante Tätigkeit entschieden habe, gilt das Fitnessprinzip für mich umso mehr!“, erzählt Frau Dargelis. Mehr Zeit für die Pflege zu haben, das wir ihr besonders wichtig: „Bevor ich zu Quebecare kam, habe ich viele Jahre in einer stationären Einrichtung gearbeitet. Mir fehlte dort häufig die Zeit für die Bewohnerinnen und Bewohner. Die Philosophie bei Quebecare bietet mir die Möglichkeit, mich den Kunden zu widmen, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen.“ Sie arbeitet nicht auf Zeit, sie hat Zeit. So fröhlich und ausgeglichen wie Ulrike Dargelis wirkt, nimmt man ihr das auch ab.

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Ausgleich im Job durch Jogging und Engagement

wkpq2723Daniel Storms, 33, ist seit 11 Jahren bei Quebecare beschäftigt. Der examinierte Krankenpfleger und Pflegedienstleister sagt über den Betrieb: „Für mich ist das wie eine Zweitfamilie. Sie bietet mir einen Anker und Halt.“ Und die (leidliche) Gehaltsfrage beantwortet er so: „Ich bin zufrieden. Ich kann es mir gut gehen lassen und sogar für meine Altersvorsorge ein bisschen Geld anlegen.“ Das zum Thema „In der Pflege verdient man nichts“… Bei allen schönen Seiten, die der Job bietet, ist und bleibt Pflege ein belastender Beruf, wenn man keinen Ausgleich schafft. Daniel Storms geht daher oft und gerne joggen. Sein Engagement für Menschen, das er während seiner Arbeit an den Tag legt, kann und möchte er in seiner Freizeit nicht an der Garderobe abgeben. Daher engagiert er sich ehrenamtlich bei den Maltesern.

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