Alle reden über Geld – wir auch!

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Was verdiene ich eigentlich in der Ausbildung?

Ein weit verbreitetes Klischee über die Arbeit in der Pflege lautet: „Da verdienst Du doch nix!“ Aber ist das wirklich so?

Klar, der Job ist hart. Die zeitliche Belastung und die körperlichen Anforderungen sind hoch. Forderungen nach besserer Bezahlung sind deshalb auch mehr als gerechtfertigt.

Aber….wenn man einmal näher hinschaut, können einem schon die Augen übergehen. Oder wer hätte gedacht, dass eine Auszubildende im dritten Lehrjahr 1.118,38 EUR verdient? Im zweiten Lehrjahr sind es 1017,07 EUR und zum Zeitpunkt des Einstiegs in die Ausbildung 955,69 EUR. Voraussetzung ist, dass die Ausbildung in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder Einrichtungen von Ausbildungsträgern, die sich an die Regelungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, absolviert wird.

Doch was bedeutet das im Vergleich? Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat für 2014 Ausbildungsvergütungen für 176 Berufe in Westdeutschland analysiert. Das Ergebnis: 802 € im Monat verdienten die Auszubildenden durchschnittlich in Westdeutschland. Als besonders hoch wurden die tariflichen Vergütungen in den Berufen des Bauhauptgewerbes – zum Beispiel Maurer/Maurerin – in Westdeutschland eingeschätzt: Sie betrugen durchschnittlich 1.030 € im Monat.

Ebenfalls hohe tarifliche Vergütungsdurchschnitte wurden beispielsweise auch in den Berufen Mechatroniker/Mechatronikerin (964 €), Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen (961 €) und Medientechnologe/Medientechnologin Druck (933 €) erreicht.

Eher niedrig waren die tariflichen Vergütungsdurchschnitte zum Beispiel in den Berufen Friseur/Friseurin (474 €), Bäcker/Bäckerin (570 €), Florist/Floristin (572 €) sowie Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin (583 €).

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